EMDR in der Psychotherapie

Ein flüchtiger Blick, ein bestimmter Tonfall, ein Geräusch oder ein zwischenmenschlicher Konflikt: Oft genügt ein kleiner Reiz, und alte Gefühle von Anspannung, Ohnmacht oder Angst sind unmittelbar wieder präsent. Viele Menschen interessieren sich für EMDR, weil sie bemerken, dass das rein gedankliche Verstehen und Besprechen an Grenzen stößt. Sie können rational genau analysieren, was damals geschehen ist, und wissen vom Verstand her, dass die Situation vergangen ist. Trotzdem reagieren emotionale und körperliche Schutzmechanismen oft schneller als die Logik.
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Wie funktioniert
EMDR?
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Die Rolle der bilateralen Stimulation. Wissenschaftliche Modelle darunter die Arbeitsgedächtnistheorie legen nahe, dass die gleichzeitige Aktivierung der Erinnerung und die taktile, visuelle oder auditive Stimulation die emotionale Intensität des Erlebten verringern können. Das Ziel von EMDR ist es nicht, Vergangenes zu vergessen oder auszulöschen. Vielmehr soll das Gehirn darin unterstützt werden, das Ereignis als abgeschlossene Erfahrung in die eigene Lebensgeschichte zu integrieren. Aus einem quälenden „Es passiert gerade wieder“ kann so ein entlastendes „Es war damals, und heute bin ich in Sicherheit“ werden.

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Für wen ist
EMDR geeignet?
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EMDR wird nicht nur bei schweren, einmaligen Schockereignissen wie Unfällen oder akuten Krisen angewendet. Auch wiederholte emotionale Belastungen, frühe Bindungsverletzungen oder prägende Kränkungen hinterlassen oft tiefe Spuren. Die Methode kann Sie unter anderem bei folgenden Anliegen unterstützen:
Verarbeitung belastender Erinnerungen und Lebensereignisse
Anhaltende innere Anspannung
Ängste und Panikreaktionen
Wiederkehrende, blockierende Glaubenssätze
Überfordernde Schuld- oder Schamgefühle
Emotionale Belastungen nach Trennungen oder Verlusten
Wiederkehrende, unwillkürliche Verhaltensmuster
Körperliche Stressreaktionen ohne rein organischen Befund.
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Der Ablauf einer
EMDR-Behandlung
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